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Essen und Trinken
#1
In dieser Rubrik kann man sich ein wenig Einblick in die Küche des Wilden Westens verschaffen: Was wurde gegessen, getrunken, war Handelsware... Da bestimmt nie nicht vollständig, werde ich diese Rubrik noch mit ein paar Nachfolgetexten erweitern... :mrgreen:

<B> Essen und Trinken im Wilden Westen (1) </B>
Dauernd wird getrunken, <B> Whiskey </B> ist in aller Munde - ja, Bier auch, doch wehe jemand bestellt eine Milch. Worum geht's? Essen und trinken im Wilden Westen. Was gab es, was nicht und warum.

Fange ich daher mal damit mit diesem Aspekt an: <B> Indianer und Alkohol </B>
Dass Indianer keinen Alkohol kennen, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Was sie nicht kannten oder konnten, war das 'Brennen' von Alkoholika. <I> 'Brennen? Was'n das - klar -Schnaps brennt doch!' </I> mag so mancher erwidern.
Nun, alkoholische Gärung funktioniert nur solange, wie die Organismen, welche den Alkohol <I> 'herstellen' </I>, nicht selbst dabei draufgehen. Die alkoholische Gärung stoppt, wenn die Hefe sozusagen so beschwippst ist, dass sie an Alkoholvergiftung leidet, denn: Hefen sind Einzeller und Alkohol ist für die Hefe ein Stoffwechselendprodukt und zugleich ein Zellgift. Was passiert also? Zucker und Polyzucker (z. B. ein Kohlenstoffmolekül mit sechs Kohlenstoffatomen, C6H6OH6 (steinigt mich nicht wegen dieser Formel, aber so in etwas stimmt es schon)) werden nicht komplett zu CO2 und H2O veratmet, sondern unter Sauerstoffarmut u. a. nur zu einem Zwischenprodukt mit zwei Kohlenstoffatomen oxidiert: Ethyl-Alkohol (C2H5OH). Der Rest wird teilweise zu CO2 und H20... oder so ähnlich, vielleicht schlage ich es mal nach Wink. Klassische Beispiele für alkoholische Gärung sind Bier und Wein. So bei ca. 18% Alkohol ist Schluss mit lustig für die Hefe, sie hört auf, sich weiter zu teilen, geht auf Sparflamme oder kaputt.
Essigbakterien sind in der Beziehung noch etwas fitter, die machen aus den Ethyl-Alkohol-Molekülen Essigsäure-Moleküle (sie packen also in ihrer Stoffwechselnot im Nischendasein nur noch ein Sauerstoffatom mehr dran, oder für unsere Chemiker: C2H5OH oder kurz EtOH --> EtOOH), frei nach dem Motto Kleinvieh gibt auch Mist ... Daneben gibt es noch Spezialisten für die Milchsäuregärung: Milchzucker -> Milchsäure (Buttermilch, Sauerkraut), oder, bei den meisten weniger erwünscht: ??? -> Buttersäure - Nase zuhalt und Schluck.
Zurück zum Alkohol: Zucker ist ein Poly-Alkohol, der bringt relativ viel Energie mit. Ethanol ist ein Monoalkohol mit nur zwei Kohlenstoffen, er bringt auch noch was Energie mit, aber: er wirkt auch beim Menschen als Zellgift und in geringen Konzentrationen auf etliche Stoffwechselfunktionen und das Nervenkostüm - also vorsicht mit dem Konsum davon, den die meisten Naturvölker auch kennen. Zuckerhaltige Fruchtsäfte fangen quasi von selbst an zu gären, denn die Hefen sind dort allgegenwärtig, ob das nun Reisbier, Bananenbier, Apfelwein, Feigenwein oder Met ist... Ja, auch Elefanten und Papageien geben sich dem Alkoholrausch durch Konsum gärender Früchte hin ... Oben schon angesprochen: die bösen Essigsäurebakterien können den Alkohol noch zerlegen und so den Nährwert schmälern und den Geschmack ändern (wenn man nicht gerade Essig mag).
Bier und Wein haben also eine natürlich begrenzte Haltbarkeit. Was also tun? Alkohol verdunstet eher als Wasser, Wein ist eine Wasser-Alkohol-Mischung. Wenn man die nun vorsichtig erhitzt, verdunstet vor allem der Alkohol, und dieser kondensiert auch nicht so schnell wie Wasserdampf. Wenn man also eine ausreichend lange Abkühlstrecke mit unterschiedlichen Temperaturzonen hat, kann man zuerst das Wasser aus dem Dampf abscheiden (zurück in den Topf?) und später den Alkohol (ab in Topf, weiter abkühlen, dann in das Branntweinfass). So einfach ist das prinzipiell - wenn man neben dem Alkoholgemisch z. B. Kupferkessel und Glas, Brennmaterial, Wasser zum Kühlen für die Destille, Kenntnis und Erfahrung hat. Es geht aber auch ohne 'Nebenstrecke'...
Wenn man also den Whiskey brennt, destilliert man gezielt den genussfähigen Ethanol-Alkohol und die in dieser Fraktion enthaltenen Aromen, weitere Aromen kommen aus dem Weinfass, in dem der Whiskey dann noch gelagert wird.
Wenn man es falsch macht, destilliert man mehr Wasser oder zuviel Methyl-Alkohol (Methanol = CH3OH), letzterer ist richtig giftig und macht die Nerven schnell kaputt, daher wurden Methanolbrenner vor allem blind. Der durch Destilllation konzentrierte Alkohol ist dann für Essigsäurebakterien auch zu giftig und somit wesentlich länger lagerfähig. Höhere %-Anteile bekommt man durch mehrfaches Destillieren, 40-50% sollten kein Problem sein, alles darüber fällt eher in den medizinischen Bereich, so ab 70% tötet man alle Einzeller mit einem Wisch (sag ich mal so daher ...), ab 40% ist der Flammpunkt von Alkohol so niedrig, bzw. der Drang zu verdusten so hoch, dass diese Destillate auch mit leicht blauer Flamme brennen - je höher der Alkoholgehalt, desto bläulicher/schlechter sichtbar die Flamme. Im Alkohol lassen sich bestimmte Pflanzenwirkstoffe besser lösen als in Wasser. So gibt es etliche alkoholische Lösungen mit Wirkstoffen, sei es nun Brombeer-Aufgesetzter, Hustensaft oder Parfüm. Wird hochprozentigem Alkohol wiederum Zucker und Aromaträger zugemischt, erhält man lecker klebrige Liköre... Alkohol mit den richtigen ätherischen Ölen gemischt wird zu Parfüm.
Die südlichen Indianer kannten vergorenen Saft aus Agaven, Maguey und Peyotl, den die Spanier Pulque nannten. Von den Atzteken breitete sich das Wissen um diesen berauschenden Trank über Mexiko bis Arizona aus, wo Papago, Pima und gewisse Apachen-Stämme zu feierlichen Anlässen so etwas brauten. Also wenn in einer mexikanischen Kneipe die Kerls Milch zu trinken scheinen, ist es wohl eher das 'Mexikanische Bier' Pulque ...
Die Pueblo-Indianer waren Abstinenzler und gaben das Wissen darum auch nicht weiter. Weiter im Norden muss man davon ausgehen, dass die Völker, die Ackerbau oder Früchte kannten, auch um die berauschende Wirkung gärender Getränke wussten. Das 'Feuerwasser' der Weißen wurde meist extra für die Indianer gebraut/gebrannt und hatte verheerende soziale Auswirkungen, Streit, Verwahrlosung und Verstümmelungen bei den Indianern zur Folge. (Verbotener) Alkoholschmuggel war einer der Gründe für den Niedergang vieler Indianer-Stämme.
In Tucson gab es um 1860 drei lizensierte Ausschankstellen für (hochprozentigen) Alkohol, die wohl auch DIE Attraktion der 'Stadt' Tucson waren.

P.S.: Writer hat dazu später einen ganzen Vortrag veröffentlicht ... siehe 'TC-Vortrag: Hefen helfen - Bier, Brot und Brauerei'
<B> Quelle: </B> Älterer Beitrag aus anderem Forum 'gerettet'.... sollten irgendwelche Links nicht mehr funktionieren bitte ich um eine kurze PN. Das gilt natürlich auch für andere Beiträge des El Fronterizo :!:
<t>Saludos cordiales,<br/>
Taimos Oximoxi, denominado 'Oxi'<br/>
El secretario de la alcaldesa de Santa Ana y el redactor d'El Fronterizo</t>
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#2
Essen und Trinken im Wilden Westen (2) - in der Not frisst der Trapper ...
<B> Manabush's Haut </B>
Flechten, die in Nordamerika/Kanada ganze Felsen überziehen, tragen diesen Namen. In großer Not wurden sie auch gesammelt und gegessen. Französische Waldläufer prägten den Namen 'Tripe de roche'. Besonders im Winter, wenn die Nahrung knapp und rationiert wurde, nutzte man als Nahrungsergänzung Wildgemse, Baumrinde und Flechten wie diese Felsenflechte, welche zu dieser Zeit nahrhafter als Mais war. Flechten sind übrigens eine Symbiose - eine Lebensgemeinschaft von Pilz und Alge.
<IMG src="http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUGGo6G-rI/AAAAAAAAA5s/2gyad8PYes8/s200/Umbilicaria.jpg [img] http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUG...icaria.jpg http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjU ... icaria.jpg http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUG...NK_TEXT&gt; [/img] </IMG>
Aber auch andere Flechten und Moose stellen Notnahrung dar, wenn auch nicht so nahrhafte...
<IMG src="http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUGGo6G-qI/AAAAAAAAA5k/RGU5z13HaRo/s200/Cetraria+islandica.jpg [img] http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUG...andica.jpg http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjU ... andica.jpg http://bp3.blogger.com/_zA5oKnXBV_4/RjUG...NK_TEXT&gt; [/img] </IMG>
Zu schlechter Letzt, wenn der Reisende dem Hungertod nahe war, wurde auch verfaulter Fisch genutzt. (Einige hartgesottene Schweden essen heute noch den 'Stinkhering' oder 'Surströmming', der nur im Freien genossen werden kann, meist nur in Kombination mit viel Alkohol und in Gruppen als 'Schwedische Mutprobe'. Ich hab einmal so eine Dose gesehen - man riecht's, bevor man sieht, wie die Gärungsblasen zwischen den leicht faserigen, bleichen Heringsleichen aufsteigen ... und nicht zu verwechseln mit Lutefisk, einer Trockenfisch-Spezialität, die es zu Weihnachten mit Speck, Kartoffeln und Erbsenpürree gibt. Ggf. Ella Johnson fragen...

Manabush (= <I> Großes Kaninchen </I>) , auch Mitschabzo, Manawabus oder Manibozho, Jamum, Kloskap (Gloskap), Manabozho, Messou, Michabo, Minabozho, Misabos, Napiw, Nenabozho, Wieska, Wisakedjak, ... ist eine zwiespältige Sagengestalt bei den Algonkin-Stämmen - Held, Kultfigur und Trickser, ein Ränkeschmied, der die ambivalenten Facetten des Lebens darstellt. Ursprünglich ein Mondwesen, nahm Manabush auch solare Züge an und wurde zum Lichtbringer und Feuer. Die Algonkin erwarten bei seiner Wiederkehr einen Weltenbrand. Nähere Informationen zu Manabush mögen im Indianerlager erfragt werden. Denn es gibt dort bestimmt massenhaft Geschichten von und über ihn.
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#3
Essen und Trinken im Wilden Westen (3): Pemmikan - der fettfleischige Müsli-Riegel

<B> Pemmikan </B>
Pemmikan ist eine Instant-Fleischpaste, bestehend aus getrockneten, gerösteten und anschließend zerstoßenen Fleischstücken (Bison/Rotwild...) ggf. Beeren oder Rüben, Bison-Talg, geschmolzenem Fett oder fettigem Knochenmark 3:1 gemischt und geknetet. Dies ergibt die sehr nahrhafte Fleisch-Fett-Paste, die vor allem bei den Indianer Nordamerikas als Wintervorrat, Reiseproviant uns Notration genutzt wird. Durch die Herstellung verringert sich das Gewicht der Zutaten auf 1/5 und wird gut haltbar zugleich. Pemmikan ist heute auch bei Outdoor-Spezialisten im Gepäck gern gesehen.

Der Name <I> Pemmikan </I> oder <I> Pemmican </I> kommt vom Begriff der Cree: <I> pimikan </I>, was sich aus 'pimii', dem Begriff für Fett ableitet.
Die Variante mit getrockneten Beeren, eine Rezeptur der Indianer vor allem an der Ostküste (bei den Irokesen: Mokakin) ist wohl etwas fruchtiger. Aus Südamerika ist eine salzige Variante auf Basis von gepökeltem Trockenfleisch bekannt: Charqui (spanisch) bzw. Charque (portugiesisch).

Pemmikan kann direkt verzehrt werden, als Grundlage für Suppen oder andere Gerichte genutzt werden. Pemmikan wird sogar beim Militär als 'strategisch wichtiges Logistikgut' eingeschätzt, da unerlässlicher Energielieferant für Extremtouren.

Die Fleischbasis von Pemmikan, Pulver aus zerstoßenem Fleisch, war auch anderen Orts bekannt: Westafrika (Nomaden), Tibet (Hirten) und viel früher bei den Kelten. Wie heute, ergab Fleischpulver schon damals mit kochendem Wasser eine nahrhafte Suppe.

Die Hudson's Bay Company (HBC) hat gegen die North West Company (NWC) den sogenannten Pemmikan-Krieg geführt. Der Pemmican War wurde 1815-1820 vor allem in der Red-River-Kolonie ausgetragen (heute: Gebiet in den kanadischen Provinzen Manitoba und Saskatchewan).
Die NWC bezog Pemmikan vor allem von den Métis, deren Hauptsiedlungsgebiet am Zusammenfluss des Assiniboine und des Red River (The Forks) hatte. Da dieses Gebiet aber zu Ruperts Land gehörte, einem Gebiet des Fellhandelsmonopols der HBC, kam es zum Streit, obwohl in The Forks 'nur' Pemmikan und keine Felle gehandelt wurden. Im Rahmen der Auseinandersetzungen wurde Fort Douglas zweimal zerstört. Die HBC übernahm letztendlich die NWC.

<B> Quellen: </B> u.a. https://de.wikipedia.org/wiki/Pemmikan-Krieg https://de.wikipedia.org/wiki/Pemmikan-Krieg
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Taimos Oximoxi, denominado 'Oxi'<br/>
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#4
<B> MAIS - Corn, Mondamin </B>
Das Wort 'Mais' geht in seinem Ursprung auf die Taino - einen karibischen Stamm - zurück. <I> mays </I> ist der indianische - genauer haitianische - Name für Mais, und bedeutet "das unser Leben Erhaltende". In der Sprache der Dakota heißt Mais <I> Mondamin </I>. Botanisch wird Mais mit <I> Zea </I> bezeichnet. Seinen botanischen Namen hat der Mais im achtzehnten Jahrhundert durch Carl von Linné erhalten: Zea mays. Zea geht auf ein Wort der alten Griechen zurück, mit dem diese den Dinkel bezeichneten.

7.000 Jahre - so lange schon beschäftigt sich der Mensch wohl mit diesem Windbestäuber, dessen Kolben mehr oder weniger harte Körner in mehreren Reihen tragen. Der Ursprung liegt irgendwo irgendwann in den Teosinte-Kölbchen, einem weitverbreiteten Wildgras (Zea parviglumis) aus dem Hochland von Mexiko. Auslese und Zucht über Jahrtausende ließen die Kolben größer und variantenreicher werden. Teosinte sieht allerdings völlig anders aus als unser heutiger Kulturmais. Das Gras besitzt an den ausladenden Seitentrieben männliche Blütenstände, die im Laufe der Entwicklung zu den kolbenartigen Fruchtständen der Maispflanze umgewandelt wurden.
In Cahokia (der <I> Mississippi-Kultur </I> zugerechnet) wurden mehrere Pflanzensorten angebaut - der Mais als ertragreichste.
Die Tag-Nacht-Gleiche im Frühjahr galt bei den Maya als der günstige Termin für den Maisanbau.

5.500 v. Chr. begann sich der Mais bei den Oshara - den Ahnen der Anasazi - zu verbreiten. In der Fundstätte <I> Meadowcroft Rockshelter </I> wurden 75 Kilometer westlich von Pittburgh Relikte der archaischen Stufe von der sogenannten <I> Woodland-Kultur </I> gefunden, die hier 2.500 Jahre lang von etwa 1.100 v. Chr. siedelte. Neben Kürbiskernen fand man auch Hinweise auf den Maisanbau.
Zwischen 2.000 v. Chr. bis 500 n. Chr. hat sich der Mais nach archäologischen Untersuchungen im Südwesten der heutigen USA über weite Teile verbreitet. Maisabbildungen wurden auch in indischen Tempelreliefs aus dem 11. Jahrhundert gefunden, die angeblich beweisen, dass die amerikanischen Ureinwohner schon lange vor Kolumbus weltweiten Kontakt besaßen und den Pazifik bereisten.

Die Indianer kannten mehr als 500 Maissorten. Diese unterschieden sich nicht nur durch verschiedenartige Kolbenlänge (8, 10 oder 12 Körnerzeilen), sondern auch durch Kornhärte, Farben (weiß, gelb, braun, rot, schwarz, blau, gefleckt, gestreift ...) wie auch durch unterschiedlichen Geschmack. Die ältesten gefundenen Kolben waren nicht größer als zwei Zentimeter, vor etwa 5.000 Jahren waren sie dann schon sieben Zentimeter groß. Im Laufe der nächsten 3.000 Jahre erreichten die Kolben das 50-fache Volumen gegenüber den frühesten Funden. Ob es sich bei diesen gigantischen Ertragssteigerungen nun um geglückte Züchtungsbemühungen oder eine Laune der Natur handelt, für die mittel- amerikanischen Völker war die Fruchtbarkeit des Mais eine "Gnade Gottes".

Der Mais ist nicht nur Nahrungspflanze, allen Indianern galt als heilig, weshalb man ihn göttliche Ehren zukommen ließ. Das Symbol dieser Verehrung war eine Maisgottheit. Der Maisgott war vom Sonnengott gezeugt und von der Erd- oder Mondgöttin geboren wurden. Das Fest des Grünen Maises <U> busk </U> wird auch heute noch gefeiert.
Santo grasia nal - heilige Gnade Mais - so wird der Mais in seiner Heimat noch heute genannt. Denn der Mais ist ein Geschenk der Götter, weil er die Menschen in Mittel- und Südamerika seit Jahrtausenden ernährt. Die religiöse Weltsicht der indianischen Völker gründet auf dem Wissen um die Verbundenheit, die wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Menschen und dem Mais als Gabe der Götter. Die Menschen können nicht ohne die Unterstützung der Götter leben, aber auch die Götter sind angewiesen auf die Opfer und Gaben der Menschen.
Die Kulturpflanze Mais ist nicht imstande sich selbstständig zu vermehren, sie braucht die Hilfe des Menschen, der sie aussät und beschützt. Der Mais brachte im Gegenzug Nahrung im Überfluss, so dass Zeit übrig blieb für Kultur, Wissenschaft und Politik. So gilt denn auch der Mais als die Grundlage für das Erblühen der indianischen Hochkulturen der mexikanischen Azteken und Maya sowie der Inka im heutigen Peru.

Die Maya nennen sich selbst "Menschen aus Mais", denn in ihrem Schöpfungsmythos schufen die Götter den Menschen aus Mais: "aus gelbem und weißem Mais machten sie sein Fleisch, aus Maisbrei die Arme und Beine des Menschen".
Sie hatten es zunächst mit Lehm probiert, der wurde nass und verwandelte sich wieder in Lehm, danach mit Holz, dem mangelte es an Genie und Weisheit. Erst beim dritten Versuch wird der Mensch aus Mais erschaffen und der Schöpfungsprozess vollendet. Die verschiedenen Farben des Mais entsprechen dabei den verschiedenen Hautfarben der Menschen. Die Maya haben den "Überflussbringer" Mais in ihr Pantheon aufgenommen, noch heute sitzt der Mais-Gott am Rande der "milpa", des Maisfeldes, wenn auch Gestalt und Namen sich durch den christlichen Einfluss gewandelt haben.

Die Pueblo-Indianern erzählen in einem Mythos über die Herkunft des Maises, dass die beiden Maismütter <I> Blue Corn Woman </I> und <I> White Corn Maiden </I> durch die Dachöffnung eines Kivas auf die Erde geklettert sind und den Mais mitbrachten. Ein Kind bekam bei der Geburt eine Maisähre als Fetisch, mit dessen Hilfe es ein Leben lang erinnert werden sollte, dass die Maismütter allen Menschen, Tieren und Pflanzen das Leben schenkten.

Einige Stämme der Plains bauten auch Mais an, weshalb sie sich für einige Zeit an einem Platz bis zur Ernte des Getreides niederließen und dann wieder als nomadisierende Horden die Prärien durchstreiften. Die Pawnee - als einziger Büffeljägerstamm - opferten zu Ehren des Maisgottes noch Mitte des 19. Jahrhunderts eine Jungfrau. Dieser Stamm hatte ferner in ihrem heiligen Stammesbündel als Erinnerung an ihr Leben als Ackerbauern einen steinernen Maiskolben als Fetisch enthalten.

Der Mais wurde in Mischkultur angebaut. Man pflanzte Mais zusammen mit Sonnenblumen, Bohnen und Kürbissen auf ein Feld. An den herangewachsenen Maishalmen und Sonnenblumen konnten die Bohnen emporranken und die großen Kürbisblätter hielten die Feuchtigkeit im Boden.

Die Maisfelder wurden mit Hilfe aufgestellter Plattformen, auf denen Maiswachen postiert waren, bewacht, um einfallende Vogelschwärme von den Feldern zu verjagen.

Mit Hilfe eines Mörsers (ausgehöhlter Baumstamm) wurde der geerntete Mais mit einem Stößel zu Maismehl gestoßen, aus dem dann die verschiedenartigsten Speisen zubereitet wurden.

<I> Spelzmais </I>
Bei einer als Spelzmais bezeichneten Maisvariante sitzen die Körner nicht nackt auf dem Kolben, sondern sind von langen Spelzen umgeben. Die Variante geht offenbar auf ein Blatt-Gen im Maiskolben zurück, das dort normalerweise nicht aktiv ist. Spelzmais ist folglich kein wilder Vorfahre der Maispflanzen, sondern eine Mutante, die am falschen Ort Blätter bildet.
Spelzmais hat ein spektakuläres Erscheinungsbild, das die Naturforscher seit zwei Jahrhunderten beschäftigt. Bei dieser Variante sind alle Maiskörner in feine, im getrockneten Zustand wie dünnes Papier wirkende Hüllspelzen gewickelt. Diese haben Ähnlichkeit mit einer Blattscheide. Die in einer Rispe am Ende der Sprossachse angeordneten männlichen Blüten sind ebenfalls von langen Spelzen umgeben und entwickeln sogar hin und wieder Körner, die sonst nur in den Maiskolben zu finden sind. Die Blätter von Spelzmais entsprechen denen der normalen Maispflanzen. Für manche Indianer hatte Spelzmais eine rituelle Bedeutung, deshalb ist er auch auf dem ganzen amerikanischen Kontinent verbreitet worden.
Über eine mögliche Bedeutung bei der Domestikation von Mais ist lange gestritten worden. Einige Wissenschaftler hielten ihn für eine ursprüngliche Form und damit für einen wilden Vorfahren der heute üblichen Sorten mit nackten Körnern. Andere teilten diese Auffassung nicht - zu Recht, wie man inzwischen weiß. Der wilde Vorläufer der heute verbreiteten üblichen Maissorten ist nämlich nicht der Spelzmais, sondern das unscheinbare Süßgras Teosinte.
mehr hierzu hier: http://www.mpipz.mpg.de/119609/news_publ...817?c=2163 http://www.mpipz.mpg.de/119609/news_pub ... 817?c=2163 http://www.mpipz.mpg.de/119609/news_publ...NK_TEXT&gt;


<B> Pone </B>
Ein Maisbrot - klein, flach und rund. Besteht Mais und Samenmehl oder aus Mais und Eiern, manchmal auch aus süßen Kartoffeln, Zucker und Kräutern.

<B> Hominy </B>
Eine Maisnahrung aus gekochten und geschälten Maiskernen und mit Fleisch oder Fisch gemischt. Das Gericht ist auch heute noch bekannt als Hominy Grits (Maisschrot).

<B> Nocake </B>
Nocake ist ein frühkolonistisches Wort für eine Indianerspeise aus gerösteten Maismehl, das man mit etwas Wasser oder Milch versetzt hatte. In der Sprache der Narraganset wirde die Speise <I> Nokehick </I> bezeichnet.

<B> Popcorn </B> (Puffmais).
Popcorn wird aus auf heißen Platten getrockneten und geplatzten grünen Maiskörnern hergestellt, den die Algonkin zubereiten.

<B> Robbiboe </B>
Sie ist eine Art Fleischbrühensuppe der Chippeway und anderer Algonkin-Stämme. Sie besteht aus Pemmican und Maismehl.

<B> Sagemite </B>
Diese Hauptspeise der Irokesen besteht aus Brei von gekochtem Mais, Gemüse (Bohnen oder Kürbis), zerhacktem Fleisch und Biber- oder Bärenfett.

<B> Samp </B>
Samp ist ein Maisflockenbrei, der ein wichtiges Grundnahrungsmittel für die Indianer darstellt.

<B> Sofk </B>
Eine Speise der Creeks und der Indianer der Golfküste. Sie besteht aus Maisschrotmehl, das im heißen Wasser aufgequollen wird, bis eine pastenartige Lauge entsteht, in welche dann Walnußmehl und Knochenmark gerührt wird.

Einige Mais-Rezepte findet ihr in der Rezepte-Sammlung der Cantina:
<B> Kürbis-Mais-Dessert der Pima </B>
<B> Mais-Pfannenbrot nach Art der Zuni-Indianer </B>
<B> Bannock-Brot der Chippewa-Indianer </B>
<B> Succotash (Mais-Bohnen-Gemüse) </B>
<B> Baked Indian Pudding (Maispudding) </B>
<t>Saludos cordiales,<br/>
Taimos Oximoxi, denominado 'Oxi'<br/>
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#5
Essen und Trinken im Wilden Westen - Hoosch - Persimmonpudding - Wundverband
<B> Hoosch
PersimmonPudding/- Kuchen
Traditioneller Indiana-Persimone-Pudding
Persimmonbrot
</B>

Zum Baum:
Virginische Dattelpflaume, Amerikanischen Kakipflaume, Diospyros virginiana
Dieser 15-18 Meter hohe robuste Baum aus dem Osten der USA übersteht Winter mit bis zu -28 °C und wirft sein Laub, im Herbst gelb bis rötlich entfärbt, jährlich ab. Dieser Baum liebt feuchte, gut drainierte Böden, toleriert aber auch trockene Böden. Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Größere Bäume entwickeln eine kräftige Pfahlwurzel. Der widerstandsfähige Baum kann auch innerhalb von Städten und als Straßenbaum gepflanzt werden.

Zur Frucht:
Die 3-5 cm großen gelben Früchte reifen bis zum Spätherbst bzw. Winteranfang aus. Sie schmecken am besten, wenn sie bereits Frösten ausgesetzt waren. Im frischen Zustand wirken sie wegen der dann noch vorhandenen Gerbstoffe stark zusammenziehend. Sie werden in den USA oft zu Mus verarbeitet oder kommen in den Pudding oder auf den Kuchen. Die Indianer trocknen die Früchte so wie wir die Pflaumen. Die amerikanische oder virginische Dattelpflaume 'Persimmon' ist die Grundlage für dieses Früchtebrot, welches von den Algonkin-Stämmen hergestellt wird.
http://www.giftpflanzen.com/diospyros_virginiana.html http://www.giftpflanzen.com/diospyros_virginiana.html
--> Demnach bieten sich unreife Früchte und Holzfasern als antibakterielle Wundsalbe und Wundverband an...

Zum Rezept: (ich habe den Begriff Schale durch Tasse ersetzt - also keine Gewähr ... )
2 Tassen Persimonemasse
2 Eier
1 Tasse raffinierter Zucker
4 Tassen Allzweckmehl
2 Teelöffeln Backsoda mit
6 Tassen Milch
1 Esslöffel Butter

Anweisung
In einer großen Schüssel rühren Sie die Persimonemasse und -eier zusammen.
Rühren Sie dann den Zucker unter. Mischen Sie das Mehl und das Backsoda.
Rühren Sie dies abwechselnd mit der Milch in die Persimonemasse, bis die Masse glatt ist.
Gießen Sie die Masse in einen großen eingefetteten Topf- oder eine Kasserolle.
Setzen Sie Butterflocken auf die Oberseite.

Backzeit: Den Ofen auf 350 Grad Fahrenheit / 175 Grad C vorheizen.
2 Stunden lang im vorgewärmten Ofen. Dabei alle 15 Minuten rühren. Der Pudding wird zum Ende der Backzeit dunkelbaun. Er kann heiß oder kalt serviert werden.

<B> Frucht-Pemmican </B>
2 Tassen Rosinen
2 Tassen getrocknete Datteln
2 Tassen gemischte Nüsse (Pecans, Walnüsse, Cashews, Erdnüsse - nicht gesalzen)
Honig (genug, um die Masse zu binden)

Zubereitung
Trockenfrüchte und Nüsse in der Küchenmaschine grob hacken. Soviel Honig hinzumischen, dass sich die Masse verbindet und die Form behält. Auf eine geölte Fettpfanne streichen und sehr kalt stellen. Dann in Stücke schneiden und in Alufolie wickeln.

Das ist ein "modernes" Pemmican, Müsli-Riegeln nicht unähnlich. Das klassische Pemmican bestand zusätzlich noch aus Schmalz und feingestampftem Trockenfleisch und diente als energiereiche Nahrung, wenn sich die Indianer Nordamerikas im Winter auf Jagdzügen befanden.
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#6
<B> Nabelschwein/Pekari </B>
40 cm hohes und fast 1 m langes Neuwelt-Schwein, wissenschaftliche Bezeichnung der Nabelschweine: Tayassuidae
Vorkommen: Mittel- bis Südamerika. Apachen und Cahito-Indios jagen es mit Vorliebe, wenn sich nicht gerade ein Hirsch als alternative Jagdbeute anbietet.
Äußerlich ähneln die Nabelschweine den altweltlichen Schweinen (Familie Suidae) - ähnliches Verhalten, ähnlicher Körperbau.
Die oberen Eckzähne sind, nach unten gerichtet. Die Altweltschweine haben nach oben gerichtete Hauer. Zusammen mit den unteren Eckzähnen bilden sie eine wirkungsvolle Waffe, ähnlich den Reißzähnen der Raubtiere. Da sich die Eckzähne gegenseitig schleifen, sind sie extrem scharf. Der Schwanz ist extrem kurz. Die Mittelhand- und Mittelfußknochen sind bei erwachsenen Nabelschweinen teilweise zu einem 'Kanonenbein' verwachsen, ähnlich den wiederkäuenden Paarhufern und unterschiedlich zu den eigentlichen Schweinen. An den Hinterfüßen ist die äußere Afterklaue zurückgebildet, nur die an der Innenseite blieb erhalten.
Die Familie der Nabelschweine umfasst heute drei lebende Gattungen, jede mit je einer Art. Am bekanntesten ist das Halsbandpekari, Pekari (Tayassu tajacu):
95 cm lang, Schulterhöhe 35-40 cm, Fell mit langen, harten Borsten, auf schwarzem Grund gelblich geringelt. Die vom Scheitel bis zum Nacken verlängerten Borsten können aufgerichtet werden. Die Gesamtfärbung erscheint braunschwarz. Ein helles Band zwischen Brust und Schulter ist namensgebend. Im Norden im Süden von Texas, New Mexico und Arizona vorkommend, im Süden bis an die Mündung des Rio de la Plata.
<IMG src="http://www.world-of-animals.de/Bilder/tiere/hg2/nabelschwein.JPG [img] http://www.world-of-animals.de/Bilder/ti...chwein.JPG http://www.world-of-animals.de/Bilder/t ... chwein.JPG http://www.world-of-animals.de/Bilder/ti...NK_TEXT&gt; [/img] </IMG>

Das anpassungsfähige Pekari bevorzugt deckungsreiches Gelände (in Gras und Dickicht entstehen durch die Rotten tunnelartige Wechsel) - Wüste, Grassteppe, tropischer Regenwald - eine Vielzahl von Landschaften wird vom Pekari bewohnt. Nur Hochgebirge scheinen die Tiere zu meiden. Pekaris sind praktisch Allesfresser, fressen viele Pflanzen, kleine Tieren - in Wüsten stillen saftige Triebe der Opuntien (Feigenkakteen) den Durst.
Pekaris drohen ihren Feinden indem sie das Maul aufreißen und ihre scharfen Eckzähne fletschen. Reicht das nicht, schlagen sie die Kiefer laut knallend und klappernd aufeinander. Jaguare und Pumas, ihre stärksten und gefährlichsten Gegner, werden von einer Rotte oft erfolgreich eingeschüchtert. Luchse und Kojoten trauen sich nur an Jungtiere. Ich gehe mal davon aus, dass schwere Fleischwunden sehr schmerzhaft sind und im Freien auf Dauer zum Tod führen - darum sollte man das Pekari sauber erlegen und vor allem Rotten mit Jungtieren meiden.

<B> Pueblo Pork Roast (Schweinebraten Pueblo) </B>
für 6 - 8 Portionen
1/4 Tasse Öl
1,5 Tassen gehackte Zwiebeln
3 Knoblauchzehen, gehackt
4 zerdrückte, getrocknete Wacholderbeeren
Prise Korianderpulver
1 Lorbeerblatt
1 EL Chilipulver, 1 TL Salz
1 1/4 Tasse Wasser
1 Tasse pürierte Tomaten (Fertigprodukt)
2/3 Tasse Essig
1/2 Tasse Honig
1 Riegel Zartbitterschokolade
2,5 Kilo Nackenbraten vom Schwein

<U> Zubereitung </U>
Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Gewürze hinzufügen und nochmals kurz schmoren lassen. Restliche Zutaten (bis auf Schokolade und Fleisch) hinzugeben und 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Dann Schokolade einlegen, schmelzen lassen, durchrühren und offen 20 weitere Minuten sanft köcheln lassen, bis die Soße ziemlich dick ist. Backofen auf 170 Grad vorheizen, das Fleisch mit der Soße bestreichen und etwa drei Stunden lang backen. Dabei immer wieder mit der Soße bestreichen.

Die Küche der Pueblo-Indianer im Süden war natürlich ganz anders als die der Prärie-Indianer im Norden: Hier gab es andere Gewürze und Gemüsesorten und die Rezepte erinnern sehr an mexikanische Küche.
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#7
Und auch hier mein Dankeschön für deine ganzen Beiträge!
Irgendwann, wenn ich mal viiiel Zeit habe, werde ich das alles nachkochen!
Aber wehe, es schmeckt dann nicht! :teehee:
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